Passwörter

Da ich im Familienkreis gerade den Fall hatte, dass ein Account durch eine Phishing-Mail gehackt wurde, nehme ich es zum Anlass Ihnen Tipps zu einem (finde ich) wichtigen Thema zu geben.

Passwörter – warum ist es wichtig, sichere Passwörter zu verwenden?

Klar ist es am einfachsten, überall ein leicht zu merkendes Passwort zu nehmen. Am Besten noch das Geburtsdatum, denn das kann sich JEDER merken 🙂 oder „123456“. Hochleistungsrechner brauchen noch nicht einmal eine Sekunde, um das Passwort zu knacken.

Um ein sicheres Passwort zu erstellen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Mind. 8 Zeichen, je mehr desto besser.
  • eine Kombination aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwenden.
  • es sollte keinen Bezug zu Ihnen haben (d. h. Wohnort + Geburtsdatum oder Name + Geburtsort verwenden Sie besser nicht).
  • ein Passwort sollte keinen Sinn machen, daher lieber Wörter erfinden – seien Sie kreativ.
  • nebeneinanderliegende Tasten wie qwert sollten nicht verwendet werden.
  • Je länger und je weniger man sich das Passwort merken kann, umso sicherer ist es.

Verschiedene Passwörter für alle Konten

Zudem sollten Sie überall unterschiedliche Passwörter verwenden und nicht ein Standard-Passwort. Sonst reicht es aus, dass nur eines Ihrer Konten gehackt wird, damit alle anderen in Gefahr sind. Listen mit allen Passwörtern sollten ebenfalls vermieden werden. Denn wenn man diese Liste verlieren sollte, kann es (leider) Leute geben, die sich darüber freuen.

Jetzt stellt sich der ein oder andere sicherlich die Frage „Wie soll ich die Passwörter bitte behalten?“.

Es gibt eine Vielzahl an Passwortmanagern, (beispielsweise Lastpass, KeePass, 1password oder Passwortmanager, die im Browser integriert sind, wie Firefox Lockwise oder password.google.com). Diese speichern (sicher und verschlüsselt!) und generieren sichere Passwörter für Sie. Der Vorteil davon ist, dass Sie sich nur ein Passwort merken müssen, welches allerdings umso sicherer sein sollte. Wichtig hierbei ist auch, dass das Masterpasswort nicht gespeichert wird. Zudem ist es empfehlenswert, eine Zwei-Faktor-Authentisierung einzurichten. Das bedeutet, dass Sie bei jeder Anmeldung eine zweite PIN benötigt, die Sie zum Beispiel auf Ihr Handy bekommen. Außerdem sollten Sie sich jedes Mal beim Passwortmanager abmelden, wenn er nicht verwendet wird.

Zum Schluss noch einen Tipp für die Erstellung eines sicheres Masterpassworts: Verwenden Sie eine Eselsbrücke.

Hier ein Beispiel:

„Mit einem Passwortmanager merke ich mir über 100 Wörter!“

= „MePmimü100W!“

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.